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Schnee-Vergnügen

„Können wir noch Winter?“, fragte der Online-Spiegel vor einigen Tagen und Daisy, die doch eigentlich die Freundin von Donald ist, wurde plötzlich zu einem Tief mit kritischen – für den Straßenverkehr – Schneemassen. Das Chaos auf den Straßen entwickelte sich proportional zum dem reinen Kindervergnügen von schneeverwehten Wegen, weißer Landschaft und dem romantischen Flair eines echten Winters, in dem der Tee im gemütlich warmen Bett noch um einiges besser schmeckt als sonst.
Sprunghaft stiegen die Veröffentlichungen von Bilder im Schnee und das nicht nur auf dem Portal unseres Kooperationspartners Sklavenzentrale.
Schon seit Jahren juckte es mich mal wieder Bilder im Schnee zu machen, aber nach den eher grauen statt weißen Wintern der letzten Jahre hatte ich die Hoffnung fast aufgegeben. Natürlich spielte auch meine eigene Trägheit eine Rolle und die Erinnerung an die fast abgefrorenen Finger nach zwei Stunden handschuhloser Bondage bei minus 7 Grad war auch nicht gerade eine starke Triebfeder.
So passte es wunderbar, dass mich Gert – der „Böse Fotograf“, Nicole und Tami bei einem geplanten Fotoshooting im Zauberwald dabeihaben wollten.
Und natürlich sollte man aus den klimatischen Problemen des letzten Mals lernen. Also zusätzlich zu den üblichen Klamotten-Schichten noch dicke Handschuhe (leider nur mit halbem Finger – ich frönte der irrigen Annahme, dass ich in solchen Handwärmern Bondage machen könnte) und natürlich eine Thermoskanne heiße Brühe – wirkt besser als Tee.
Die Fahrt ging recht schnell und auch mit der Planung der Bildmotive und der dazugehörigen Bondages kamen wir zügig voran nachdem wir unser Basislager etwa 500 Meter von den parkenden Autos errichtet hatten.
Geplant waren eigentlich fünf Motive, aber geschafft haben wir dann doch nur drei. Da das Flüsschen, welches durch das Wäldchen verläuft leider nicht zugefroren war, wurden die Wege von hier nach dort deutlich länger. Und auch das Umziehen ging nicht so schnell wie sonst vonstatten, denn erstens hatten die Damen bei dem Wetter deutlich mehr an als sonst und zweitens ist es nicht so leicht, sich umzuziehen, wenn man das auf einem Boden machen muß, der etwa 10 bis 15 Zentimeter Schnee hatte.
Ärgerlicherweise befand sich an einigen Stellen unter dem Schnee noch netter Morast und meine eigentlich recht wasserdichten Schuhe waren schnell überfordert, was mir kalte Füße bescherte.
Das erste Motiv wurde mit den beiden Modellen auf unterschiedlichen Seiten des Flüsschens fotografiert, was für mich hieß, erst mit Tami eine Bondage und dann mit Nicole auf die andere Seite und dort auch eine. Da der Baum, an dem sie lehnen sollte recht weit über das Wasser ragte, musste Nicole leider gegen einen Absturz gesichert werden.
Aber Nacktfotos sollten es ja ohnehin nicht werden.
Das zweite Motiv war eine Suspension am Ufer des Baches mit Nicole, bei der das An- und Ausziehen eher der schwierigere Part war.
Und das Motiv "Gefangene Braut" aka Tami war auch recht schnell gefesselt.
Dabei heulte der Wind in den Baumgipfeln und wir waren froh, dass wir uns halbwegs geschützt in einer Senke befanden.
Vom fesseltechnischen her war das alles keine besonders heikle Angelegenheit, aber mit den dauerkalten, da nassen Füßen hat es mich doch recht doll angestrengt.
Auf der Rückfahrt – im Wetterbericht hatten sie es ja schon angekündigt – gerieten wir in glücklicherweise nur leichte Schneeverwehungen und waren froh, dass wir wieder wohlbehalten in der Stadt ankamen.
Und das Fazit: Gerne wieder, aber dann mit dichten Schuhen und zwei Paar Socken mindestens oder vielleicht doch überlegen, ob Gummistiefel nicht manchmal die angemessene Kleidung sind.
Danke jedenfalls an alle Beteiligten.

Ich hoffe, jetzt ist niemand enttäuscht, dass es diesmal eine so ungewöhnliche Kolumne geworden ist, aber daran ist mein Risu-ko schuld, die meinte, über das Shooting ließe sich doch vortrefflich schreiben.

Matthias

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