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Die Rückeroberung des ersten Platzes

In den frühen Jahren der SM-Szene war Hamburg mit seinen drei regelmäßigen SM-Partyreihen „Les Fleurs du Mal“ (später „Respekt“), „Domination“ (später „Heaven and Hell“) und „abART“ (später von anderem Veranstalter als Party im Black weitergeführt) eines der Mekkas der deutschen SM-Partykultur. Doch mit dem Ende der „Heaven“ und „Black“ Partys blieb als regelmäßiges Event für SM-Leute nur noch die Party „Respekt“ in der Prinzenbar übrig. Natürlich wurde diese Party-Landschaft seit 10 Jahren von der großen Fetisch-Party "Extravaganxa" ergänzt, sowie von einer Menge kleinerer Partys sowohl im Sittsam als auch in anderen Locations. Und seit mehr als zwei Jahren gibt es dazu noch die „Obsession“, die mit den verschiedenen Angeboten sowohl das SM-Herz als auch den Fetisch-Liebhaber erfreut.
Doch inzwischen boomt die Partyszene in Hamburg noch mehr. Neben dem SM-Traum den die Besitzer des Catoniums auf mehr als drei Etagen errichtet haben, verblasst natürlich alles, was an Locations nur für einen Abend geschmückt wird. Rippengewölbe, Räume die drei Stockwerke hoch sind, gekacheltes Spielzimmer mit Gynstühlen, Klassenzimmer mit Originalmöbeln und noch viel mehr. Und ein Besuch der „Via Umbra“, der regelmäßigen Partyreihe im Catonium ist wirklich ein beidruckendes Erlebnis, besonders in Hinblick auf die liebevolle Dekoration, die extra angefertigten Spielgeräte und die Großzügigkeit der Räume. Natürlich ist das Catonium auch unter der Woche geöffnet, mit Ausnahme des Montags.
Zum Glück sind die Geschmäcker so unterschiedlich, wie die neuen und alten Partylocations. Als einer der Organisatoren der „Respekt“ bin ich natürlich ein bisschen neidisch auf dieses SM-Disneyworld, aber gleichzeitig bin ich auch ganz zufrieden, mit dem rotten Charme, den die Prinzenbar hat.
Auch die berühmte „Fetish Ball Night“ hat durch das Catoniumein neues Zuhause bekommen und in dem bekannten Hamburger Club Kir gibt es jetzt viermal im Jahr die „Master and Servant“, eine Party auf der sich die SM-Szene und das Gothic-Volk mischen können.
Natürlich gibt’s noch mehr Veranstaltungen, die sich für eine Mischung von Fetischpeople, Gothic und SM-Volk anbieten wie etwa die „Cathedrale Noir“ oder die „Return of the Living Dead“-Partys. Und selbstverständlich gibt es sie noch immer, die kleinen Partys im Sittsam, im Club de Sade und im Touch. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann neben dem üblichen Reeperbahnbummel auch noch die Unschlagbar und das Sittsam auf einen Wein oder Kaffee besuchen.
Es ist schon beeindruckend, was inzwischen aus der Hamburger Szene heraus entstanden ist. Denn natürlich sind all diese Partys und Partyreihen von Veranstaltern gemacht, die selbst etwas entweder mit Fetisch oder SM zu tun haben. Und das merkt man. Denn so wie all diese Events auch preislich kalkuliert sind, wird sich keiner eine goldene Nase verdienen.

Ich glaube, mit diesem wirklich reichhaltigen Party-Angebot hat Hamburg endlich wieder den Pokal zurückgeholt und sich zur SM-Hauptstadt Deutschlands gemausert. Also allemal eine Reise an Elbe und Alster wert, auch wenn kein Hafengeburtstag ist.
Und dann wünschen wir natürlich allen das, was ich mir selber für meine Partys wünsche: Respekt, Stil, schöne SM-Sessions, spannende Atmosphäre und zufriedene Gäste.

Und natürlich freuen ich mich, wenn Ihr uns auf der Boundcon (München, 17. bis 20.5.) und dem WGT (Leipzig, 25. bis 28.5.) besuchen kommt.
Matthias