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Verspätetes Sommervergnügen?

Liebe Freundinnen und Freunde der Schlagzeilen,

langsam schein hier im Norden der Sommer zurückzukehren. Die 10-Tage Vorschau spricht von Temperaturen von bis zu 27 Grad Celsius. Da kann man sich doch fast wieder vorstellen, draußen in Wiese und Wald, irgendwo an einem abgelegenen Ort, ein bißchen Outdoor-SM (oder sollte ich lieber sagen: Freiluft-SM? Aber das klingt mir zu sehr nach FKK!) zu machen. Aber leider hat der feuchte Sommer dafür gesorgt, dass die fliegenden Plagegeister in größeren Scharen vorkommen. Na gut, dafür gibt es Mückenschutzspray, aber der stinkt meist so stark, dass man nicht mehr den feinen Schweißgeruch der erotischen Aufregung riechen kann. Aber Kompromisse muß man eben immer machen. Ich erinnere mich noch sehr gut an meine erste Bondage draußen im Grünen in einem Naturschutzgebiet bei Hamburg. Da hing das arme Opfer an einem Baum und die Mücken aus dem nahen Moor schwirrten aufgeregt herum. Und als ich dann versuchte, die blutsaugenden Biester zu erschlagen, dachte die unfreiwillige Blutspenderin doch glatt, ich würde sie schlagen. Aber dazu hatte ich keine Zeit, denn es wurden immer mehr. Und natürlich hatten wir vergessen, Mückenschutzmittel mitzunehmen.
Vor einiger Zeit hatten wir mal ein paar Tips für das Spiel draußen, denn eine Anzeige wegen öffentlichen Ärgernisses oder Vortäuschung einer Straftat ist ja nicht unbedingt das, was wir uns unter einer schönen SM-Session vorstellen. Ärgerlicherweise gibt es ja so fürchterlich viele Leute, die nichts Besseres zu tun haben, als in einsamen Waldgebieten spazieren zu gehen oder mit ihren Fahrrädern in der Gegend rumzugondeln. Das macht das Outdoor-Spiel wirklich anstrengend. Ich hatte bei der letzten Outdoor-Session (am Samstag irgendwo in Mecklenburg) nach dem unvermuteten Auftauchen der dritten Wandergruppe die Idee, es doch mal mit dem rotweißen Absperrband zu versuchen. „Betreten verboten – Achtung Outdoor-Session“ wäre ja auch ein cooles Schild, aber ich vermute, das wurde die unerwünschten Gäste noch mehr anlocken. Aber vielleicht weiß ich als typisches Stadtkind auch einfach nicht, wo die richtig guten versteckten Ecken in der Natur sind. Ich gebe ja zu, dass ich in Hamburg in der Dunkelheit des Hafens oder in düsteren Ecken in der nachts fast ausgestorbenen City so machen Platz weiß (meist auch mückenfrei), der sich für die eine oder andere kleine Sauerei eignet. Aber auch hier kann man die groß aufgezogene Session mangels echter Ungestörtheit nicht wirklich durchführen.
Neulich fragte mich einer unserer Leser, ob ich nicht eine verschwiegene SM-Location wüßte, wo man sicher ungestört eine nette SM-Aktion machen könnte. Und nein, das Touch oder das SittsaM sollte es nicht sein, sondern draußen, unter freiem Himmel.
Naja und wie unsere schwulen Freunde im nächtlichen Stadtpark spielen, wollten die Leute auch nicht und da konnte ich ihnen dann leider auch nicht weiterhelfen.
Aber vielleicht habt Ihr ja Tipps und Ideen.
Ich würde mich freuen.
In diesem Sinne,

Matthias