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2006-02-15

Am 16.2.06 Deutschlandstart von "24/7 - The Passion of Life"

Am Donnerstag, den 16. Februar 2006 erfolgt der Deutschlandstart des Films "24/7 - The Passion of Life".

Nachstehende Kurzbeschreibung stammt von der 24/7-Website :

"24/7 The Passion of Life ist ein provokant-poetischer Film über die Angst vor uns selbst, die Angst uns selbst zu begegnen im Spiegel unserer Leidenschaften im Spannungsfeld einer tabusetzenden und doppelmoralischen Gesellschaft : 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche – die Passion des Lebens.

Die Hotelierstochter Eva (Marina Anna Eich) begegnet zufällig bei einer Motorradpanne der Soziologin Magdalena (Mira Gittner), die als Domina „Lady Maria“ in einem SM-Studio arbeitet. Fasziniert von der bizarren Welt der Lady Maria, feststellend, dass es in ihrer heilen Welt alles gibt außer Lust und Leidenschaft, begibt sich Eva auf die Suche nach ihrer Sexualität, ihrer ureigensten Identität, und beginnt eine Odyssee durch die verborgenen Orte der Lust - Orte, von denen alle so tun, als ob sie nicht existierten und die es doch überall gibt: SM-Studio, Swingerclub, Stripteasebar – eine Suche, die sie auch in Konflikt mit dem Normierungszwang und der Doppelmoral der Gesellschaft bringt.
Lady Maria setzt das Geschehen im Domina-Studio in Beziehung zu Religion - Anbetung, Beichte, Strafe als Akt der Vergebung – ebenso wie zu emotionalen Momenten wie Trösten, Geborgensein und Aussprechen. In einer scheinbar bizarren Welt entsteht eine Wärme für den Menschen mit seinen dunklen Seiten.

Eine lyrische Studie über Obsession und Einsamkeit, über die geheime Lust und die öffentliche Moral: 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche."

Eine bundesweit aktuelle Auflistung der Spielorte, aus der auch ersichtlich ist, wann und wo der Regisseur und die Hauptdarsteller anwesend sein werden, findet man hier .

Eine Rezension von Michel und Geli findet man hier ..

Autor: Werner

2006-02-15
Kommentare Lesen
Thomas
Ich freue mich, dass der Film doch einen großen Kinostart bekommt!

Teilweise wird er von der SM-Szene unterstützt, andere Gruppen sind einfach nur verpennt.

Simon
Ein kleiner Schritt fuer die Menschheit, ein relativ grosser Schritt in die Oeffentlichkeit fuer die SMSzene.

Der Film ist faszinierend vielschichtig in jeder Hinsicht. Trash oder Kunst? Nah dran an Blasphemie und Pornolook oder schon ueberschritten (ein Film ueber Grenzen).
Laut "Berliner Zeitung" ein unnoetiger, krampfhafter Kampf um sexuelle Befreiung (denn heutzutage fuehlen wir uns alle frei? Ist die Moderne voellig enthemmt oder in Wirklichkeit doch von sich selbst noch entfernt?) Schwer, diesen Film auf einen Begriff zu bringen.

Die etablierte Presse ignoriert oder wertet ihn ab (und er bietet dazu offene Flanken). Sieht man "24/7 THE PASSION OF LIFE" als kuenstlerisch statt kommerziell (was zutreffend ist, denn einen kommerziellen Erotikfilm haette man ganz anders aufgezogen), dann sollten die SCHLAGZEILEN mal die Rezeption dieses fuer die Szene nicht unwichtigen Films dokumentieren mit Pressezitaten, Zuschauerkommentaren (die in mehreren OnlineFilmoren gemacht werden und Stimmungsberichten aus Kinovorstellungen).

Exkurs: Lachen im Kino
Habe es bei diversen Erotikfilmen festgestellt. Journalisten, obwohl privat ein loses Leben fuehrend, werden in ihren Kritiken stets Lust ablehnend schreiben, nie schreiben, dass sie persoenlich etwas angemacht hat.
Das Publikum lacht oft bei Erotik (zB bei Robert van Ackerens artifizieller "Venusfalle"). Das hat verschiedene Gruende a. Verlegenheit b. Film definiert die Moral und Sexualnormalitaetsrahmen sozialer Gruppen, die eigene Sexualitaet, als hoechstpersoenlich empfunden, gilt es davor zu schuetzen, eine durchaus verstaendliche Abwehrreaktion gegen Sex aus der KonsumMedienWelt. Bei "24/7 THE PASSION OF LIFE" (dem einige Kritiker Lachhaftigkeit und unfreiwillige Komik zuschreiben) ist nicht die Frage ob ein (unvorbereitetes) Publikum lacht, sondern vielmehr, an welchen Stellen; das wird interessant und zeigt den Stand tatsaechlicher Moral.

Hier ist eine Kritik zu lesen
http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/4348_247---the-passion-of-life.html

Im besten Fall wird der Film ein kleiner Beitrag zu mehr Verstaendigung und zu Toleranz.
Toll waere, wenn viele Vanillas den Film sehen und danach sagen "das ist echt nicht mein Ding, aber wenn es Leuten wichtig ist, so zu lieben bzw Lust zu erleben, dann sollen sie es wirklich gerne so tun"

Interessant ist auch, mit welchem Schoenheitsbegriff der Film arbeitet: da gibt es Schoene und (vom traditionellen Schoenheitsideal her gesehen) wenig schoene Menschen.

Zum Schluss ein Satz zum Nachdenken:
Jede Subkultur bekommt die Filme, die sie verdient

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