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2006-02-22

"Unterm Pantoffel" - Neuauflage des Klassikers "Die Weiberherrschaft"

[SWL] Der Marterpfahl-Verlag bringt als Beitrag zum Weiberfasching die Neuauflage des dreiteiligen Klassikers "Die Weiberherrschaft".

Julian Robinson
Unterm Pantoffel
(Neuauflage des Klassikers "Die Weiberherrschaft" von 1893)
mit einem Nachwort von Arne Hoffmann (zur literaturwissenschaftlichen Einordnung und zur Zensur-/Indizierungsdebatte)
(Ein Werk mit viel Travestie und Zwangsverweiblichung)
Paperback DIN A 5
Cover illustriert von Ronald Putzker
Verkaufspreis: € 15,-/Band

Teil 1 156 Seiten ISBN 3-936708-19-3
Teil 2 148 Seiten ISBN 3-936708-20-7
Teil 3 136 Seiten ISBN 3-936708-21-5


Nachstehend der Klappentext des 1. Teils:

»Mademoiselle«, fuhr ich dazwischen, »ich begreife Sie nicht. Mein Vater schickte mich her, weil ich für die Schule zu schwach bin!« Und zu ungebärdig für zu Hause. Zu unanständig! Zu neugierig zu erfahren, was junge Damen unter den Unterröcken haben!« Ich errötete. »Ja! Ich weiß alles. Der Unterrock will jetzt seine Rache haben. Knien Sie sofort zu meinen Füßen nieder«, sagte sie, indem sie sich in ihrem Sessel aufrichtete, »und halten Sie die Hände auf den Rücken.« Elise schnürte mir meine Arme mit zwei Riemen so zusammen, daß sich die Ellbogen fast berührten. Ich wand mich, um loszukommen, aber Elise drückte mich nieder. Ihr von der Anstrengung gerötetes, lächelndes Gesicht sah sehr hübsch aus. »Fester«, sagte Mademoiselle. »Rück ihn jetzt ganz nahe an mich heran. Gib diesen Gürtel um seinen Leib und befestige rückwärts seine Knöchel daran, daß er nicht aufstehen kann. - Jetzt, mein Herr«, fuhr Mademoiselle fort, »sind Sie in der rechten Verfassung, um Prügel zu empfangen, und Sie sollen sie haben. Sie haben sich wegen der Briefe unverschämt benommen.«
Klaps, klaps, ging's auf beide Wangen. Wie diese weichen, süßen Hände Schmerz zu bereiten wußten! »Sie wehren sich dagegen, eine Gouvernante zu haben, Sie wehren sich gegen die Oberherrschaft des Weibes, gegen den Pantoffel« - bei jedem Teile der Aufzählung erhielt ich zwei Backenstreiche -, »ich werde Sie schon eines Besseren belehren.« Ich hätte nie geglaubt, daß solche zierliche Händchen so zuschlagen können. Zuletzt ward mir ganz schwindlig! Ich merkte kaum, wie sie mir Hände zum dankbaren Küssen anbot. »Und jetzt, Julian, werden Sie Ihrer Beinkleider beraubt werden. Die Hosen machen Sie nur widerspenstig und ungezogen und lassen Sie eine Miene lächerlicher, unberechtigter Überlegenheit zur Schau tragen. Wir müssen ein Mädchen aus Ihnen machen. Anschließend wirst du dich mit einem Unterrock über deinem Kopf bis zur Beendigung des Unterrichts in den Winkel stellen. Um halb zwölf Uhr, Julian, wird Elise dich in mein Schlafzimmer führen, wo ich deinen Hinteren ausklopfen will, so schneidig, wie nur je der Hintere eines Mannes mit der Rute behandelt worden ist.«

Da hat sich der junge Herr Julian ganz schön was eingebrockt: Statt auf die Universität gehen zu dürfen, muß er sich unter die Knute der »Weiberherrschaft« begeben


Autor: Rüdiger Happ

2006-02-22
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