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Shades of Grey - Geheimes Verlangen - Hörbuch - letztes Exemplar

Topseller
Shades of Grey - Geheimes Verlangen
Bestellnummer: 250-029

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Shades of Grey - Geheimes Verlangen - Hörbuch - letztes Exemplar
Der Hype des Sommers 2012 als Hörbuch - genau das Richtig für den Urlaub!

Autor/Interpret: L. A. James

2 CDs, mp3 Format, ca. 1050 Minuten
statt 14,99 € nur noch 5,00 €

SM scheint in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein, guckt man sich die aktuelle Spiegel Bestsellerliste an. Da findet sich auf Platz eins doch tatsächlich ein SM Roman: „Shades of Grey – Geheimes Verlagen“, der Autorin E.L. James.

Doch erstmal zur Story:
Ana ist 21 und Studentin, für eine Unizeitung interviewt sie den erfolgreichen Geschäftsmann Christian Grey und fühlt sich von seiner weltmännischen Art und seinem Charme sofort angezogen.
Ana hat zwar Verehrer, doch bislang war nie derjenige dabei, bei dem sie mehr wollte, so dass sie bislang weder verliebt war noch Sex hatte.
Den Flirt mit Christian findet sie sehr prickelnd, und dass dieser gutaussehende reiche Mann, der jede haben könnte, mit ihr flirtet, sie einlädt und Geschenke macht lässt sie sich wie etwas ganz besonderes fühlen.
Doch Christian ist hin und hergerissen, er hadert mit sich selbst. Seit Jahren lebt er SM, mit Partnerinnen, die erfahren sind, die wissen was sie wollen und wie weit sie gehen wollen. Auch akzeptieren sie, dass mehr als eine Spielbeziehung mit Christian nicht möglich ist.

Vor allem, als er erfährt, dass Ana noch Jungfrau ist, sagt sie ihm sein Gewissen, dass er die Finger von ihr lassen sollte. Doch wie das so ist, die Anziehungskraft ist stärker und die beiden werden ein Paar. Gegen seine Prinzipien sorgt Christian für ein schönes `erstes Mal´ und verbringt die Nacht mit Ana in einem Bett, etwas, das er sonst nie tut. Anas Naivität, ihre Hingabe und ihr Wunsch nach Nähe macht Christian fast wehrlos, sie dringt in seine Schutzmauern ein.
Ihre Neugierde auf SM ist gross und voller Vertrauen lässt sie sich darauf ein, und vielleicht ist Dominanz genau das, was sie bislang an den anderen Männern vermisst hat.

Die SM Szenen sind wirklich anregend, kein Wunder, dass in der Stino-Presse von roten Ohren gesprochen wird.
Sehr schön ist eine Situation, in der Ana gefesselt wird und grenzenloses Vertrauen erlebt, die Schläge, die sie von Christian bekommt sind erst sanft und steigern sich dann. Anas Erregung nimmt immer mehr zu und sie geniesst unendlich.
Doch mit der anderen Seite von Christian, mit der sadistischen, die nicht auf Anas Vergnügen ausgerichtet ist, kommt sie einfach nicht klar. Er schlägt sie brutal, sie erleidet nur Schmerzen, fühlt sich allein ohne seine Fürsorge. Auf die Frage, warum er das braucht und geniesst, bricht es aus ihm heraus: weil ich so abgefuckt bin.

Das Erfolgsrezept ist recht einfach: eine Liebesgeschichte, schmalzig, schnulzig, schön, eine Heldin, mit der man sich identifizieren kann, und ein starker Mann mit psychischen Defekten, der nichts mehr zu seiner Rettung braucht, als die wahre Liebe einer treuen Frau.
Und das ist auch ein Kritikpunkt an dem Buch: SM als Ausdruck eines Defekts, SM als Schutz vor Nähe. Ich bin sehr gespannt, wie die Autorin dies in den Folgebänden fortsetzen wird, ob SM doch stigmatisiert wird als Erkrankung. Lassen wir uns überraschen.

Dass die Autorin keine ganz grossartige Schreibe hat, ist auch schon durch die Presse gegangen und daher nichts Neues, aber sie schreibt leicht lesbar, ihr Stil ist zwar etwas banal, aber nicht wirklich schlecht.
Ein wirklich puscheliger Liebesroman mit geilen Szenen, natürlich komplett romantisch verklärt, süsse zuckrige Sahne auf Torte – genau das, was frau manchmal einfach braucht.

Alles in allem: Lesen.
Zilli

Noch eine Meinung zum Buch „Shades of Grey – Geheimes Verlangen - Band 1“

Vorweg: Das Buch ist - meines Erachtens - durchaus lesbar! Im Vorfeld und beim Lesen bzw. Aufschlagen des Buches allgemein störend ist aus meiner Sicht einfach die Autorin selbst und sind die Beweggründe, aus denen heraus die Autorin das Buch verfasst hat. Wenn man nicht wüsste, wie das Buch entstanden ist und wer es geschrieben hat, dann würde man es mit ganz anderen Augen lesen. Dann wäre es vielleicht hoch spannend. Und noch spannender wäre es vielleicht, wenn nicht so viel Aufhebens darum gemacht würde. Jetzt scheint SM alltagstauglich. Plötzlich entstehen pseudo-sündige Diskussionen und bittersüße Fragen: Wer hat eine Peitsche zuhause? Steht meine Nachbarin auch auf SM? Wie viele haben das wohl schon ausprobiert? Darf ich meinem Liebsten jetzt auch mal Handschellen anlegen? Ob meine Freundin es versteht, wenn ich sie beim nächsten Mal ans Bett fesseln möchte? Ob es mich erregt, wenn ich geschlagen werde? Und so weiter ... „SM für jedermann?“, ist nach diesem Buch die Frage.

Die Geschichte ist wirklich lesenswert und die Story eigentlich ganz interessant. Aber die Figuren sind einfach - für mein Empfinden - überzeichnet und das macht sie leider unglaubwürdig: Christian sieht blendend aus, ist super erfolgreich, nicht nur, dass er einen eigenen Heli hat, den er natürlich selbst fliegt, er ist self-made-Millionär und hat so viel Geld, das er gar nicht ausgeben kann (?), wohlgemerkt: Er ist 27! Ich finde, er müsste in der Geschichte etwas älter sein. Sein ausgeprägt selbstbewusstes Verhalten würde auch eher zu einem älteren Semester passen.

Auf der anderen Seite Ana. Sie studiert und hat nicht mal ein Laptop oder einen PC (?). Dafür hat sie aber ein Handy und einen IPod. Sie ist noch Jungfrau mit Anfang 20. Unbedarft, auf den ersten Blick unscheinbar, aber wenn sie das Richtige anhat, dann ist sie natürlich der Hammer! Schon im Umgang mit ihrer Freundin ist von Anfang an klar, dass sie das „Sub-Gen“ in sich trägt. Sie setzt sich kaum durch und ist im Umgang mit anderen schon sehr zurückhaltend und anspruchslos. Das mag es alles geben. aber es ist aus meiner Sicht einfach übertrieben. Gut, mit solchen Klischees kann man spielen. Aber ein bisschen weniger wäre hier wohl mehr gewesen.

Über 100 Seiten passiert erstmal gar nix. Die schüchterne Ana, die dauernd errötet und sich auf der Unterlippe herum kaut (was ständig erwähnt wird), begegnet dem souveränen und gut aussehenden (was auch permanent zur Sprache kommt) Christian Grey. Dieser wird schon scharf, wenn Ana sich auf der Unterlippe herumkaut! Deshalb verbietet er es ihr auch ständig! Sie kaut ständig weiter – er verbietet es ihr wieder! Jedenfalls dauert es über 100 Seiten (was eh klar ist), bis sie endlich zusammenkommen, bis sie seinem sadistischen Charme erledigt.

Er sagt ihr, dass er nicht auf Blümchens*x steht, aber genau das macht er anfangs dann mit ihr, bis er sie mit seinen Regeln vertraut macht. Er will ein klassisches Dom-Sub-Verhältnis - immer an den Wochenenden. Er setzt einen ordentlichen Vertrag auf, in dem die ganze SM-Bandbreite aufgeführt ist. Gut im Internet recherchiert, könnte man hier mutmaßen. Ana ziert sich erst noch, aber willigt schließlich (wer hätte es gedacht?) ein.

Ana hat zwar keinerlei erotische Erfahrung, aber er küsst zuerst nur ihre Brustwarzen und sie kommt schon und sie fleht ständig: "Bitte!", mehr sagt sie eigentlich nicht. Dann berührt er sie, stößt einmal zu, sie fleht "Bitte!" (was meint sie eigentlich mit diesem „Bitte“?) und sie kommt. Zur Erinnerung: Ana war vorher Jungfrau und völlig unerfahren.

Nicht nur, dass aus meiner Sicht das Empfinden einer unberührten, jungen Frau hier übertrieben und unrealistisch dargestellt wird. Das, was in vielen erotischen Büchern so unglaubwürdig und abtörnend ist, nämlich, dass die Frauen schon bei der kleinsten Berührung kommen, das ist bei „Shades of Grey“ besonders ausgeprägt und störend. Hatte die Autorin es eilig? Alles andere beschreibt sie nämlich akribisch und ausführlich, jedem kleinen Detail wird Bedeutung geschenkt. Dauernd wird erwähnt, wie Ana ihre Haare trägt und so weiter, aber der eigentliche Akt geht in Minutenschnelle über die Bühne. Der weibliche Höhepunkt ist in Windeseile erreicht. Das will frau nicht lesen!

Die Autorin hat hier eine Fantasie ausgelebt und wie man überall lesen kann, hat sie ihr ermüdetes Eheleben durch das Schreiben versucht wieder aufleben zu lassen oder zu kompensieren. Ohne diese penetranten Vorinformationen wären wir besser dran gewesen.

Die Frage mag bleiben, ob SM durch "Shades of Grey" nun gesellschaftsfähig ist? Ist SM nun im Mainstream angekommen? Durch den Hype, der durch dieses Buch ausgelöst wurde, könnte man die Fragen mit Ja beantworten, wenngleich es in dem Genre schon unzählige Bücher gibt, seit Jahren, aber nicht mal halb so populär. Und das ist halt das Privileg eines Bestsellers: Das Thema wird dann bei der lesenden Gemeinde ausgiebig diskutiert. Auch wenn es das Thema schon ewig gibt, aber eben nicht auf dem Präsentierteller! SM-Romane gibt es genug. Nur liegen sie im Bücherladen nicht vorne auf dem Tisch für jeden sichtbar. In der Regel fristen sie ihr Schattendasein im hinteren Regal. Aber sobald etwas in der Öffentlichkeit angekommen ist, wird es diskutiert. Aber vielleicht können genau die unbekannten SM-Romane Nutznießer von „Shades of Grey“ sein, indem die Masse sich nun dem Thema zugewandt hat. Vielleicht ist der eine oder andere dadurch auf den Geschmack gekommen und steigt nun tiefer in das Thema ein. Somit bekommen weniger bekannte SM-Bücher eine unerwartete Chance! Vielleicht! Denn vielleicht ist das Ganze ja auch nur ein temporärer Hype. Und wenn das erste Interesse verflogen ist, dann wendet sich die lesende Masse auch wieder ab? Es bleibt abzuwarten, ob die SM-Gemeinde durch „Shades of Grey“ einen Zuwachs erfährt oder ob nach dem Abklingen der Begeisterung die Handschellen, Peitschen und Seile der „Normalos“, die’s mal ausprobieren wollten, wieder in den Schubladen verschwinden oder in der Faschingskiste landen.

Zurück zum Buch: Es ist in einer einfachen Sprache geschrieben und dadurch natürlich sofort wieder rudimentär massentauglich. Ana haucht immer – natürlich errötend -: "Christian" oder "Mr. Grey", er redet sie wahlweise - natürlich selbstbewusst - mit "Anastasia", "Ana" oder "Mrs. Steel" an – ständig! Das nervt ein wenig. Ich kenne keine zwei Menschen, die sich so oft namentlich ansprechen. Wir können es aber auch toleranterweise als schriftstellerische Freiheit zulassen! Trotzdem lässt sich das Buch gerade durch die einfache Sprache gut lesen. Schlussendlich hätte man das Buch aber kürzen können. Zu viel Unnötiges ist darin enthalten: Ana nestelt dauernd an ihren Haaren herum (und der ständig verwendete Begriff "postkoitale Haare" nervt nach einer Weile auch nur), errötet ewig, kaut immer auf der Unterlippe, ist hin und her gerissen, obwohl doch klar ist, dass sie Christian begehrt. Und Mr. Grey ist einfach zu gut aussehend, zu erfolgreich, zu erfahren für sein Alter.

Fazit: Shades of Grey ist leicht zu lesen und verfehlt, wenn man großzügig über das eine oder andere Störende hinwegsieht, seine Wirkung nicht. Die Autorin hat sich ihr SM-Wissen zu 100 % wohl aus dem I-Net oder anderen Lektüren geholt. Ihren Schreibfluss hat sie selbst offenbar nie unterbrochen. Und der Lektor war auch mit dieser Ausführlichkeit einverstanden. Andernfalls wäre ein komprimierter und kürzerer Roman entstanden – ohne all’ die überflüssigen Beschreibungen. Trotzdem ist Shades of Grey eine Liebesgeschichte – definitiv eher für Frauen und aufgeschlossene Romantikerinnen - auf SM-Basis und hoch erotisch. Klar ist aber auch immer, dass es sich hier um eine frei erfundene Geschichte handelt, um ein modernes Märchen mit viel, viel (fiktiver) Erotik ...

c) M.

Shades of Grey - Geheimes Verlangen