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Walters neue Welt

Walters neue Welt
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Walters neue Welt
Als Drogenkurier hatte Walter sich betätigt, um sein Studium zu finanzieren.
Pech, daß ausgerechnet in einem asiatischen Land die Handschellen klickten. »Tod durch den Strang« lautete das unerbittliche Urteil. Doch da erschien auf einmal dieser geheimnisvolle Fremde in seiner Todeszelle. Mit einem Rat, der einen Ausweg verhieß. »Was Besseres als den Tod findest du allemal«, hatte er gedacht und: »Kommt Zeit, kommt Rat«. Doch Flucht von dieser fremden Welt schien aussichtslos zu sein .

Autor/Interpret: Why-Not

Paperback, 172 Seiten

Keuchend erreichte er das Stockwerk »S0«. Er wollte gerade die Tür öffnen, als er davor zwei Schwarzuniformierte sah. Er hielt sich außer Sichtweite des Türfensters und versuchte zu lauschen. »Wozu sollen wir denn hier im Park Streife gehen?« - »Irgendwo auf S25 ist wohl ein Sklave mit einem eingeschränkten Generalschlüssel entkommen.« - »Na und? Es ist doch kein Problem, einen Sklaven zu orten. Vom Fernparalysieren mal ganz abgesehen.« - »Der war noch nicht eingekleidet.« Auf einem anderen Stockwerk gelangte er vom Treppenhaus in einen schönen Park. Über ihm war blauer Himmel mit weißen Wölkchen, hinter denen sich die Sonne anscheinend gerade versteckte. Hinter einer Drehtür erblickte er fassungslos auf eine Wand in 50 Metern Entfernung. Hier endete fünf Meter über dem Boden der Himmel! Der Himmel über dem Park war nur eine perfekte Illusion auf einer ungeheuren Kuppel, die sich über den gesamten Park spannte. Unglaublich teuer und aufwendig . Ihm dämmerte allmählich, daß hinter dem Ganzen weit mehr stecken mußte als ein paar durchgeknallte Typen, die sich als Sklavenhalter aufspielen wollten.
Schließlich trat er durch eine Tür mit der Aufschrift »Panoramadeck«. Vor ihm lag eine Mondlandschaft, notdürftig erhellt von vielen Scheinwerfern.
Die riesigen Fahrzeuge, die er in U1 gesehen hatte, fuhren wie Spielzeuge durch diese unwirkliche Landschaft. In der näheren Umgebung sah er einige Gestalten in Raumanzügen herumlaufen. Am Horizont erschien jetzt ein besonders heller Scheinwerfer, der die gesamte Szenerie in ein fahles Licht tauchte. In der Ferne stieg eine Rakete lautlos und sehr schnell in den Himmel.
»Na, wie gefällt dir der Sonnenaufgang, Walter? Ich hoffe, du hattest einen schönen Ausflug.« Walter drehte sich resigniert vom Fenster weg. Er hatte die Stimme sofort erkannt: Herrin Miranda. Diesmal gehörte der Titel »Herrin« irgendwie dazu. »Welcher Sonnenaufgang?« fragte er. Sie deutete auf den hellen »Scheinwerfer« am Horizont.
»Wo sind wir hier?« fragte Walter matt. »Auf einem Plutomond. Er hat etwa die gleiche Masse und die gleiche Schwerkraft wie die Erde«, dozierte sie mit sichtlichem Vergnügen über seine Fassungslosigkeit.

Als Drogenkurier hatte Walter sich betätigt, um sein Studium zu finanzieren.
Pech, daß ausgerechnet in einem asiatischen Land die Handschellen klickten. »Tod durch den Strang« lautete das unerbittliche Urteil. Doch da erschien auf einmal dieser geheimnisvolle Fremde in seiner Todeszelle. Mit einem Rat, der einen Ausweg verhieß. »Was Besseres als den Tod findest du allemal«, hatte er gedacht und: »Kommt Zeit, kommt Rat«. Doch Flucht von dieser fremden Welt schien aussichtslos zu sein .

Walters neue Welt 1
Walters neue Welt 2