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Sie betrachten in der aktuellen Artikelgruppe die Seite 30/67 Women of all Sorts

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Produkt-Details zu: Women of all SortsEin Bildband mit normalen ungeschönten und aufregenden Frauen.
Autor/Interpret: Stefan De Lay
Hardcover, 120 Seiten, SW-Fotos, meist ganzseitig
Das erste Mal nach langer Zeit ist es mir wieder ein Bedürfnis, einen Bildband zu besprechen. Aus vollem Herzen, mit ganzer Seele. Ich fand dieses Buch des belgischen Fotografen Stefan De Lay doch schon achtlos beiseite gelegt auf dem Stapel »Das ist wohl nichts für uns«. Sind wir denn schon so reduziert auf diese uns überall umgebende platte Sicht auf den Körper, Fetisch-Maskerade und geschürzte Lippen? Es gab vor all diesen bunten PinUps und austauschbaren Fetish-Models doch auch etwas anderes – die Fotografie als Kunstform, als Ausdruck erotischer Gelüste beider – mit der Akteurin vor der Kamera und ihrem Komplizen dahinter.
Überraschende Momente in seiner Wohnung, in ihrer: das Räkeln im Bett nach der langen Nacht, der erste Espresso in der Küche mit verquollenen Augen. Aber auch in den Dreck gestoßene schöne Frauenkörper, in die Zwangsjacke geschnürt, stolz am Fuß der Marmortreppe. Jede darf sich so geben, zeigen und ausdrücken, wie sie es selbst möchte. Gemeinsam werden bei Spaziergängen ruhige Winkel und Abbruchhäuser entdeckt, der Wirt der Lieblingsbar, in der sich Fotograf und »Modell« bei einem Pastis kennen lernten, gibt das Okay für eine Fotosession nach dem Absperren und steht hinter der Bar.
Nicht aufwendig inszeniert sind die Bilder auf den ersten Block, keine Bauten, selten achtlos verstreute Utensilien oder mal eine Reitgerte als Accessoire. Nur die hochwertige Kamera, meist natürliches Licht und altmodische Silberkörnchen – keine Computer, keine Bits und Bites – bannen diese unvergesslichen Momente für die Zukunft auf das Negativ.
Mein erster Herr – mehr Fotograf als Jurist – lebte mit seiner Kamera, und ich mit beiden. Und seine SW-Bilder entstanden spontan in und nach solchen Nächten voller Leidenschaft, Schmerz und Hingabe. So wie diese von Stefan De Lay. Ich erinnere mich … Das Betrachten dieser Bilder wischt 25 Jahre einfach so vom Tisch und alles ist wieder ganz nah. In meinem Bücherschrank stehen seitdem Cindy Sherman und Robert Mapplethorpe an der Seite von Jeanloup Sieff, dem dieses Buch gewidmet ist. In diese Reihe großer Fotografen wird sich dieses Kleinod der erotischen Fotografie einreihen.
Überraschende Momente in seiner Wohnung, in ihrer: das Räkeln im Bett nach der langen Nacht, der erste Espresso in der Küche mit verquollenen Augen. Aber auch in den Dreck gestoßene schöne Frauenkörper, in die Zwangsjacke geschnürt, stolz am Fuß der Marmortreppe. Jede darf sich so geben, zeigen und ausdrücken, wie sie es selbst möchte. Gemeinsam werden bei Spaziergängen ruhige Winkel und Abbruchhäuser entdeckt, der Wirt der Lieblingsbar, in der sich Fotograf und »Modell« bei einem Pastis kennen lernten, gibt das Okay für eine Fotosession nach dem Absperren und steht hinter der Bar.
Nicht aufwendig inszeniert sind die Bilder auf den ersten Block, keine Bauten, selten achtlos verstreute Utensilien oder mal eine Reitgerte als Accessoire. Nur die hochwertige Kamera, meist natürliches Licht und altmodische Silberkörnchen – keine Computer, keine Bits und Bites – bannen diese unvergesslichen Momente für die Zukunft auf das Negativ.
Mein erster Herr – mehr Fotograf als Jurist – lebte mit seiner Kamera, und ich mit beiden. Und seine SW-Bilder entstanden spontan in und nach solchen Nächten voller Leidenschaft, Schmerz und Hingabe. So wie diese von Stefan De Lay. Ich erinnere mich … Das Betrachten dieser Bilder wischt 25 Jahre einfach so vom Tisch und alles ist wieder ganz nah. In meinem Bücherschrank stehen seitdem Cindy Sherman und Robert Mapplethorpe an der Seite von Jeanloup Sieff, dem dieses Buch gewidmet ist. In diese Reihe großer Fotografen wird sich dieses Kleinod der erotischen Fotografie einreihen.





