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Sie betrachten in der aktuellen Artikelgruppe die Seite 55/67 Messy Girl - nur noch 1 Stück

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Produkt-Details zu: Messy Girl - nur noch 1 Stück"Messy girls", das Werk des berüchtigten Fotografen Charles Gatewood, zeigt auf über 340 Farbfotografien hübsche Fetisch-Mädchen, nackt und stolz, wie sie ihre jungen Körper mit Honig, Pudding oder Schlagsahne oder mit jeder nur erdenklichen schmutzigen Substanz einreiben.
Autor/Interpret: Charles Gatewood
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Goliath Verlagsges
"Merdre!"
Mit dieser Erklärung - einer absichtlich nahen Falschdarstellung des französischen Wortes für "Scheiße" - watschelte am 11. Dezember 1896 eine rundliche Figur auf die Bühne des Pariser Theatre de l′Oeuvre. So begann die absurde Satire Ubu Roi von Alfred Jarry. Eine tabuisierte Geschmacklosigkeit laut ausgesprochen ließ das Publikum in Empörung ausbrechen. So begann eine Tradition innerhalb der Darstellungskunst (Performance Art), die auf das Schocken der Bourgeoisie abzielte, indem subversive Akte in öffentlichen Kulissen gezeigt wurden.
Über ein Jahrhundert lang sind Künstler periodisch auf den Schrei von "Merdre!" zurück gekommen und haben einen Riss in das Gefüge öffentlicher Schicklichkeit gerissen, manchmal mit einem schamanengleichen Interesse an karthatischer Befreiung, manchmal mit dem scharfen Bewusstsein der erschütternden Kraft der Absurdität.
Als Jackson Pollock auf Leinwände trat und Farbe von Stöcken (sticks) tropfen ließ, war es kein weiter Weg mehr für spät ere Künstler, über die Einbeziehung ihrer Körper in die Kunst nachzudenken und Farbe durch andere Flüssigkeiten und Leinwände durch andere Oberflächen zu ersetzen.
Die in diesem Buch fotografierten Frauen waren nicht eindeutig damit beschäftigt Kunst zu machen, als Charles Gatewood sie fotografierte. Sie spielten und nahmen an einer kürzlich hochgekommenen Fetischszene teil, in der die Teilnehmer die Albernheit von zweideutigem und obszönem Slapstick und das Gefühl, mit ihren Körpern und denen anderer Personen herumzuspielen, genossen. Die Anziehungspunkte einer solchen Szene sind nicht schwer zu verstehen: In einer Erwachsenenwelt, die Selbstbeherrschung und gutes Benehmen schätzt, kann eine große Befreiung darin bestehen, sich den verlorenen Vergnügungen kindlicher Frivolität hinzugeben
Mit dieser Erklärung - einer absichtlich nahen Falschdarstellung des französischen Wortes für "Scheiße" - watschelte am 11. Dezember 1896 eine rundliche Figur auf die Bühne des Pariser Theatre de l′Oeuvre. So begann die absurde Satire Ubu Roi von Alfred Jarry. Eine tabuisierte Geschmacklosigkeit laut ausgesprochen ließ das Publikum in Empörung ausbrechen. So begann eine Tradition innerhalb der Darstellungskunst (Performance Art), die auf das Schocken der Bourgeoisie abzielte, indem subversive Akte in öffentlichen Kulissen gezeigt wurden.
Über ein Jahrhundert lang sind Künstler periodisch auf den Schrei von "Merdre!" zurück gekommen und haben einen Riss in das Gefüge öffentlicher Schicklichkeit gerissen, manchmal mit einem schamanengleichen Interesse an karthatischer Befreiung, manchmal mit dem scharfen Bewusstsein der erschütternden Kraft der Absurdität.
Als Jackson Pollock auf Leinwände trat und Farbe von Stöcken (sticks) tropfen ließ, war es kein weiter Weg mehr für spät ere Künstler, über die Einbeziehung ihrer Körper in die Kunst nachzudenken und Farbe durch andere Flüssigkeiten und Leinwände durch andere Oberflächen zu ersetzen.
Die in diesem Buch fotografierten Frauen waren nicht eindeutig damit beschäftigt Kunst zu machen, als Charles Gatewood sie fotografierte. Sie spielten und nahmen an einer kürzlich hochgekommenen Fetischszene teil, in der die Teilnehmer die Albernheit von zweideutigem und obszönem Slapstick und das Gefühl, mit ihren Körpern und denen anderer Personen herumzuspielen, genossen. Die Anziehungspunkte einer solchen Szene sind nicht schwer zu verstehen: In einer Erwachsenenwelt, die Selbstbeherrschung und gutes Benehmen schätzt, kann eine große Befreiung darin bestehen, sich den verlorenen Vergnügungen kindlicher Frivolität hinzugeben





