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Böse Geschichten No. 20

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Böse Geschichten 20
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Böse Geschichten No. 20
14 neue Geschichten und 27 meist ganzformatige Fotos und Illustrationen. Werbefrei - wie immer - in schönstem Schwarz-weiß.

Broschur, 84 S., 2007, CHARON-Verlag

14 Texte von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren, die mal lustig, mal böse Fantasien und Erlebnisse aus der Welt sadomasochistischer Liebe beschreiben. Illustriert mit meist ganzseitigen Fotos.

Inhalt:


Erstes Mal ...
Im Netz der Spinnen
Ertappt
Auf allen Vieren
Bankgeheimnis Teil 1
Vertauschte Rollen
Paola tanzt
Sklavenschwein
Lehrjahre sind keine Herrenjahre
Die Fetischparty
Klares, kaltes Wasser
Trio
Das Mahl
The Killer

Leseprobe aus "Sklavenschwein"
»Das muss doch wehtun. Hat er irgendwas angestellt?«
Meine Anteilnahme hielt sich in Grenzen. Aus rein technischem Interesse musterte ich die gequälte Körperhaltung des »Sklavenschweins«, seine angespannten Waden, die zitternden Fersen. Vermutlich versuchte er, den schmerzhaften Druck auf die Knie zu lindern. Unmöglich, dass sich jemand freiwillig solch einer Tortur unterzog!
»Ich hoffe doch, dass er den Besenstiel spürt. Sonst war meine Mühe ja umsonst. Ob er was angestellt hat? Klar, er kam fünf Minuten zu spät. Er kommt jeden Donnerstag zur gleichen Zeit, nur diesmal eben nicht pünktlich. Er wird sich daran erinnern und ab sofort an die vertraglich vereinbarten Zeiten halten.«
Albertine machte eine Pause, zündete sich eine Zigarette an.
»Na gut, er darf jetzt aufstehen. Geh, Liebes, und bring ihn mir her.«
»Das steht nicht in meinem Arbeitsvertrag.«
»Mach schon«, lachte sie, drückte mir eine Hundeleine in die Hand und gab mir einen Schubs.
Ich ging, befestigte die Leine am Halsband des Sklaven und zog daran. Er zuckte zusammen, rollte seine Knie von dem runden Holz, stand stöhnend auf. Auf den Schienbeinen, unterhalb der Knie, hatten sich tiefe Rillen eingegraben, seine Beine zitterten. Ich führte ihn zu meiner Freundin und übergab ihr die Leine. Dann lehnte ich mich an den Bettpfosten.
Albertine warf ein Kissen vor seine Füße. Augenblicklich ließ sich der Mann darauf nieder und machte Anstalten, den Kopf aufs Bett zu legen. Albertine gab ihm eine kräftige Ohrfeige, und er bekam einen Ständer.
»Was haben wir denn da?«
Sie ließ eine Reitgerte federnd auf dem Zeichen seiner Sklavenlust tanzen. Er wand sich, versuchte jedoch nicht, zu entkommen. Konnte er auch nicht. Albertine hielt seine Leine kurz. Dann ließ sie den Riemen abrupt fallen.
»Rühr dich nicht«, herrschte sie ihn an, griff nach ihrer Zigarette und blies Rauch in sein Gesicht. Feine Wolken wirbelten auf dem Gummi, verwischten die Konturen und verflüchtigten sich schließlich.
»Nadja«, wandte sie sich an mich, »mir fehlt heute jegliche Inspiration. Ich habe unseren Gast noch vier Stunden zu beschäftigen und weiß beim besten Willen nicht, was ich mit ihm anfangen soll.«
Theatralisch seufzend strich sie sich über die Augen, gähnte und streckte die Arme. Sie rutschte vom Laken und stieß beim Aufstehen ihrem »Gast« ein Knie unsanft in die Seite. Ich lehnte noch immer mit verschränkten Armen am Fußende des Himmelbettes. Albertine kam zu mir, strich sanft über meinen Hals, zupfte an meiner Bluse und wedelte mir eine Locke aus der Stirn.
»Na ja, die Jeans sind ganz okay, das Oberteil ist auch passabel. Weißt du was, Schätzchen? Ich gehe jetzt ein wenig shoppen, und du kümmerst dich um unseren Gast. Keine Angst, er macht alles, was du sagst. Nimm ihm nur nicht die Maske ab.«
Sprachlos starrte ich sie an.
Sie drückte mir lächelnd einen schmalen Hefter in die Hand.
»Du machst das schon, das ist genau die passende Ablenkung, um dich auf andere Gedanken zu bringen. Stell dir deinen Chef vor und tob dich richtig aus. Also, Liebes, ich kann jetzt wirklich nicht länger bleiben, brauche unbedingt frische Luft. Ich bringe dir was Hübsches mit. Bis später.« Sie schwebte zur Tür hinaus.
»Hey, wie heißt der Typ, wie soll ich ihn nennen?«, rief ich ihr nach.
»Sklavenschwein, wie denn sonst? Alles andere steht im Vertrag.« Damit war sie verschwunden.
Das darf doch wohl nicht wahr sein! Ich ließ mich auf das edle Lager fallen und griff nach Albis Zigaretten.
»Glotz nicht so«, blaffte ich. Die augenlose Maske des Sklavenschweins war auf mich gerichtet. Er rührte sich nicht. Wie befohlen.
Ich schlug den Hefter auf.

Böse Geschichten 20