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Violently Happy

Violently Happy
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Violently Happy
Prädikat: Besonders sehenswert.

Autor/Interpret: Regie: Paola Calvo

DVD, 92 Minuten, Deutsch/Englisch, Untertitel in Englisch, Deutsch, Spanisch, BRD 2016, ab 18 Jahren
Nur persönlich abzuholen oder über Postidentverfahren (plus 7,50 €) zu ordern!

Grad noch rechtzeitig für die Ausgabe SZ 156 – kurz vor unseren Messen – kommt das DVD-Release eines der echtesten und interessantesten Filme des letzten Jahres zum Thema Bondage und SM.

„Violently Happy“ ist ein Dokumentarfilm über die Schwelle7 in Berlin und seinen Initiator Felix Ruckert. Leider gibt es die Schwelle7 in der bekannten Version nicht mehr, doch regelmäßige Veranstaltungen wie die EURIX (European Rigger Exchange) und die Xplore-Workshop-Wochenenden, tragen die Idee einer offenen, respektvollen und reflektierten sinnlich-eindeutigen Begegnungsmöglichkeit weiter.
Das Schlechte an dem Film – er erklärt nichts, gibt keine Hintergrundinformationen, macht es dem SM-Unerfahrenen schwer in der Einordnung des Gezeigten.

Das Gute an dem Film – er lässt seine Bilder und Protagonisten sprechen, ohne das Gezeigte mit einem ideologischen Erklärungsansatz zu belasten.
Was die Schwelle7 ist und was dort transportiert werden soll, erschließt sich dem Zuschauer eher auf indirekte Weise. Dabei zeigt die Kamera wie zufällig und nebenbei meist Gesichter und Körper und das was sie nonverbal oder verbal ausdrücken ohne sie voyeuristisch zu verfolgen. Die Kamera bleibt dabei eher ruhig, fast meditativ und spielerisch, wird zu einem entspannten, nicht wertenden Beobachter.
Der Film vermittelt auch – teilweise recht explizit – wie SM als sexuelles Spiel funktionieren kann, ohne dabei zu werten. Ein Glücksfall wenn man einen Ort wie die Schwelle7 als das gezeigt bekommt, was er darstellen will: Ein Spielfeld für Erwachsene auf dem jeder auch mit seinen eigenen dunklen Seiten experimentieren kann, solange die Einvernehmlichkeit gewährleistet ist.
Das kann auf sehr feine Art passieren oder auch auf sehr derbe. Und deutlich wird dabei, wie wichtig die Zeit ist, wenn man miteinander spielt. Und natürlich das Sprechen miteinander.

Auch wenn der Film damit endet, dass die Schwelle7 als Ort ein Ende gefunden hat (aber schon einen neuen plant), so bleibt die Idee dieses Ortes weiter bestehen.
Der Film birgt für mich manche Anregung und manchen Diskussionsansatz.

Bedauerlich nur, dass Filme wie dieser nie die Aufmerksamkeit von Mainstream-Filmen erreichen. Denn mehr als alle Folgen von Shades of Grey zeigt der Film die Realität von BDSM oder zumindest einige reale nicht gestellte Facetten.

Gut geeignet, um sich in Ruhe in die Bilder hineinfallen zu lassen oder um mit seinen Liebsten hinterher darüber zu reden. Ganz eindeutig keine Wichsvorlage.

Matthias

Violently Happy
Violently Happy