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Die 7 Todsünden

CD_Carlos Peron_7Todsünden
Bestellnummer: 231-012

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Die 7 Todsünden
Woschofius Audio-CD Spieldauer 41:27
9 Titel
Stil: Session-Musik, Elektronik
7 Teufel führen uns auf eine instrumentale Reise durch die Todsünden. Extrem sessiontauglich!

Rezension in SZ 77

Drei CDs – ein Gedanke: Hintergrund und Spielmusik für eine Session, für einen erotischen Abend zu haben. Wie jeder von uns sein SM in sehr unterschiedlichen Intensitäten lebt, ist natürlich auch die Musik, die dazu paßt, für jeden eine andere. Oder später oder im Moment ganz besonders, aber morgen nicht oder nur wenn ich oben spiele, aber nicht wenn ich unten bin, oder …

Mit der ersten CD nehme ich Euch mit auf eine Reise durch die Todsünden. Carlos Peron, die Autorin Annie Sadeau und Woschofius haben dieses Projekt geboren. Annie Sadeau schrieb acht Kurzgeschichten zu den Todsünden, Woschofius setzte das Thema sowohl textlich als auch fotografisch um, und Carlos Peron wob den musikalischen Rahmen darum. Jeder Teufelsname steht für eine Todsünde.
Das Intro „Folge mir …“ tröpfelt mit einer einschmeichelnden Stimme verführerisches Gift in meine Adern. Dann stellt sich jeder der Teufel kurz mit seinem Namen und seiner Todsünde vor. Das nach ihm benannte Stück läßt ihn tanzen. Ich sehe sie vor mir: dick und behäbig, schwarz oder rot, klein und quirlig, gebuckelt und von ihrer Sünde zerfressen.
Belphegor – die Trägheit und Mammon – der Geiz lassen die Session ruhig beginnen, Luzifer – der Stolz (mit sehr schönen gregorianischen Hintergrundklängen) – und Asmodi – die Wollust steigern den Rhythmus. Gar nicht gefiel mir beim ersten Hören Leviathan – der Neid, weil durch das ganze Stück immer wieder „Der Leviathan“ gesagt wird. Aber nach mehrmaligem Hören, mit geschlossenen Augen, eine Session planend, konnte ich mir sehr gut vorstellen, wie ich mein armes Opfer aus den Seilen löse, auf die Lederbank führe, dort festmache, um es dann zum langsamen und düsteren Satan – der Zorn mit Wachs oder spitzen Nägeln drangsaliere und ich dann bei Beelzebub – die Völlerei, temporeich die Vielschwänzige schwingend, um die mir Ausgelieferte tanze. Gern lasse ich mir von der Musik den Schlagrhythmus diktieren, ich spiele damit auf meinem eigenen Instrument. Wenn das Stöhnen mit den Klängen verschmilzt, ist es um so schöner.
Wieder umfängt mich diese betörende Stimme des Rezitators beim Abspann „Das Spiel beginnt …“. Und sein Text leitet ein, was ich nun gleich ausgiebig mit meinem Opfer machen werde …

Geli
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