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Fassade - nur noch 2 Exemplare

CD_Lacrimosa_Fassade
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Fassade - nur noch 2 Exemplare
Infernalische Symphonie über Stellung, Behauptung und Niedergang des Individuums in der modernen Gesellschaft. Alles andere als leichte Kost ...

Autor/Interpret: Lacrimosa

Audi-CD Spieldauer 52:55
8 Titel

Rezension in SZ 60

Als ich 1999 zum ersten Mal die CD "Elodia" von LACRIMOSA hörte, wußte ich - das ist was zur Session, zum Nachdenken, Wegfliegen und zum Träumen. Mit "Elodia" widmeten Tilo Wolff und Anne Nurmi ihr sechstes Studioalbum einer der griechischen Mythologie nachempfundenen Halbgöttin. Als Herrin über Liebe und Tod erzählt sie die Geschichte einer zum Scheitern verurteilten Liebe, die in der Frage gipfelt, ob ein Übermaß an Liebe zur selbstzerstörerischen Kraft werden kann, ob zuviel Liebe tötet ... eine Frage, die sich auch immer wieder in vielen SM-Beziehungen stellt.

So wurde das Konzeptalbum "Elodia" unter der Mitwirkung diverser Chöre (Rosenberg Ensemble und Mitwirkende der Hamburger Staatsoper) sowie dem London Symphony Orchestra aufgenommen. Während 14 Monaten arbeiteten insgesamt 187 Musiker an der Entstehung einer Rockoper, deren musikalische Vielfalt ein unvergleichliches Spektrum erreicht - allerdings attestierten Kritiker dem Album auch Pathos und Schwülstigkeit (aber diesen Vorwurf mußte sich Wagner auch gefallen lassen). Ergreifende Themen und Melodien voller Liebe, Verzweiflung und emotionaler Zerrissenheit werden in einer Weise zum Ausdruck gebracht, die Gefühl zu Klang werden läßt - Gefühl, das uns leitet zu den dunklen Seiten, die wir leben.

Der erste Akt fängt mit dem gewaltigen "Am Ende der Stille" an, der Beschreibung einer an ihrer Harmonie zerbrechenden Liebe, und findet dann über das resümierende Zwiegespräch des Titels "Alleine zu zweit" seine emotionale Entladung in dem intensiven "Halt mich", einem verzweifelten Versuch, der Vergangenheit ein neues Leben einzuhauchen, Verlorenes zurückzugewinnen. Das gefühlvolle "The turning point" erzählt in einer intimen Atmosphäre von diesen verlorenen Tagen und führt schließlich zu den nunmehr unabwendbaren Ereignissen des zweiten Aktes. Dieser beschreibt nahezu exzessiv die emotionale Trennung in dem sensiblen "Ich verlasse heut′ Dein Herz", worauf der tatsächliche Vollzug im abgründigen "Dich zu töten fiel mir schwer" auf verschiedenen Ebenen folgt. Während der nächsten vierzehn Minuten erklingt zum dritten und letzten Akt das "Sanctus", ein Requiem, dessen musikalische Gewalt in keinen Worten eine Beschreibung findet. "Am Ende stehen wir zwei" erzählt von einer hoffnungsschwangeren Verabschiedung und beschließt das Werk mit den sehnsuchtsvollen Klängen einer singenden Säge ...

Nun rollt - zwei Jahre später - ein neuer Silberling in meinen Plattenschrank: "Fassade" - eine infernalische Symphonie, die von der Stellung und Behauptung und dem Niedergang des einzelnen Individuums in der modernen Gesellschaft erzählt und in der Durchleuchtung der menschlichen Psyche und in der Auseinandersetzung mit religiösen Aspekten seine Eckpunkte findet. Musikalisch setzt "Fassade", unterstützt vom Rosenberg Ensemble, der Spielmann-Schnyder Philharmonie und dem Deutschen Filmorchester Babelsberg sowie diverser Musiker der Hamburger und Berliner Staatsoper, vor allem durch seine fremdartigen, harten wie auch melodiösen und detailliert arrangierten Kompositionen gänzlich neue Maßstäbe. Das Album ist noch durchstrukturierter als das pompöse "Elodia" Durch die große Komplexität und einige ungewöhnliche Instrumentierungen ist "Fassade" alles andere als leichte Kost; viele werden mehrmaliges Hören brauchen, um einen Großteil der Details nachzuvollziehen. Es ist unmöglich, diese CD ohne persönliche, emotionale Beteiligung zu hören.
Es dominieren die orchestralen Sätze "Fassade 1 - 3", deren Themen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album ziehen, wobei sich aus jedem einzelnen Satz ein eigenes musikalisches Thema entwickelt, die in den dazwischenstehenden Titeln aufgenommen oder weitergeführt werden. Das kräftige "Liebesspiel" ist eine ungewöhnliche Mischung aus treibendem Rocksong und Oboensonate, "Stumme Worte" ein minimalistisches Präludium für Klavier und Kammerorchester. "Der Morgen danach" schlägt den Bogen zu dem vorangegangenen Album "Elodia" und dessen finalem Titel "Am Ende stehen wir zwei". Musikalisch steht "Der Morgen danach" in bester Lacrimosa-Tradition, verbindet es doch das melancholische Grundgefühl mit einer sehnsuchtsvollen Aufbruchsstimmung, deren geballte Energie den Hörer in dem Maße beflügelt, wie sie ihn gleichwohl in dem Titel "Warum so tief?" durch die getragenen Trompetensoli und die Intensität des Gesangs von Tilo Wolff unvermittelt bannt und nahezu lähmt.
"Senses" verdeutlicht am eindrucksvollsten die Vielseitigkeit dieses Albums. Nicht nur, daß Anne Nurmi ihre englische Lyrik mit engelsgleicher Stimme vorträgt, besticht dieser Titel auch durch eine, für unsere Zeit fast luxuriöse Ruhe und Geduld, um sich ganz unmerklich zu einem warmen Klangregen zu entwickeln, der den Hörer in ein Meer der Gefühle taucht und ihn mit der Flut entführt.
Beide Alben gibt es in Kürze bei uns im Online-Shop.
Mehr über Lacrimosa bei www.lacrimosa.de (diverse Hörproben) und www.hall-of-sermon.de. Im Oktober und November tourt Lacrimosa durch Europa und Deutschland.

Mein Elaborat entstammt übrigens der eigenen Feder sowie der offiziellen Lacrimosa-Webseite, der exzellenten Datenbank mit CD-Kritiken der letzten acht Jahre bei www.sonic-seducer.de, den wunderbaren Pressetexten von Hardbeat Propaganda und den Artikeln im Sonic Seducer und Zillo vom Oktober 2001.

Geli

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