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Duality

Topseller
Lisa Gerrard: Duality
Bestellnummer: 231-069

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Duality
Ein Album, das Gefühle von tiefer Trauer und Schwermut zum fröhlichen Sich-Entfalten schwanken lässt. Orientalisches mischt sich mit Gregorianik.

Autor/Interpret: Lisa Gerrard

Audio-CD Spieldauer 46:30
10 Titel
Stil: Session Musik

Preisänderung: Katalogpreis ungültig

»Duality« erschien 1998 nach der Trennung von Dead Can Dance. Zusammen mit Peter Bourke entstand ein Album, das die Gefühle von tiefer Trauer und Schwermut zum fröhlichen Sich-Entfalten (The Unfolding) schwanken lässt. Orientalisches mischt sich mit Gregorianik, Vogelgezwitscher im Dschungel mit dem Ruf dunkler Trommeln in der Nacht. Sehr Percussion-orientiert und lauter und schwingender, ist dies das vielfältigste – leider mit 0:46 auch das kürzeste – Album der drei.
Wie oft habe ich schon »The Unfolding« oder »Sacrifice« auf Dauerplay gestellt, einfach um im Rausch der Liebe zu treiben oder mich ganz tief in meinem Unglück zu wälzen.


Hier die komplette CD-Besprechung aus den Schlagzeilen 86:

"SM ist für mich meist ein Spiel aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt. Ich schlüpfe in die Haut einer Anderen und erlebe ihr Leben und Leiden in Gefangenschaft und Inquisition, als Renaissancefürstin, barocke Tuchhändlerin und als geschundene Magd. Und dieses tiefe, die Seele ergreifende Spiel braucht Musik, die die Seele zum Schwingen bringt, die sich in die Windungen des Hirns schleicht, die ihre Pfeile in die Haut bohrt und ihren tiefen Bass in den Eingeweiden vibrieren lässt.

Als ich vor vier Jahren bei einer Freundin war, die meinem Herzallerliebsten und mir von Zeit zu Zeit Zuflucht, Bett und Spielmöglichkeiten bot, fand ich eine CD im Spieler vor, die mich sofort in ihren Bann zog. Eine Spielmusik par excellence, irgendwie »Dead Can Dance« und doch ein wenig anders. Die Interpreten standen auf der CD: Lisa Gerrard, der weibliche Teil von Dead Can Dance, und Peter Bourke. Schnell war im Internet auch der Name der CD zusammengegoogelt: »Duality« hieß dieser Traum, der seitdem zu unseren wichtigsten Spielbegleitung zählt. Nun ist diese CD wiederaufgelegt worden, und bei den Recherchen stolperte ich über die anderen beiden Solo-Projekte von Lisa Gerrard. Seit ihrer Trennung von Brendan Perry 1998 hat sie sich einen Namen als Komponistin zahlreicher Soundtracks gemacht, erfolgreich bis zur Oscar-Nominierung und Gewinnerin des Golden Globe mit der Musik zu »Gladiator«. Nun, das sind die Brotobjekte, die als Auftragsarbeiten nicht das Herzblut fließen lassen und manchmal auch weniger gute Kritiken einstecken mussten.
Noch in der Zeit mit Brendan Perry entstand 1995 ihre erste Solo-CD »The Mirror Pool«, die mit dem Victorian Philharmonic Orchstra Melbourne eingespielt wurde. Auf der einen Seite sehr klassisch getragen (La Bas), orchestral (Violina) und mit vielen Elementen der mittelalterlichen Musik (Celon). Es tauchen auch Themen der Renaissance (Laurelei) und des Barock (Largo, Gloradin) auf. Auf der anderen Seite fließen viele ethnische Musikstile des Mittelmeerraumes mit ein (Swans, Glorafin). Gerade die alte Musik des orientalischen Raums bietet dem Koloraturalt Lisa Gerrards – mit ihrem ungeheuren Stimmumfang klingt sie in manchen Stücken fast männlich – alle Möglichkeiten, mit ihrer vollen Stimme den Text ihrer immer wieder neu erfundenen Kunstsprachen perlen zu lassen. Diesen Stil, eine Reihe von Tönen auf einer einzigen Textsilbe zu singen, nennt man Melismatik. Diese »Lieder ohne Worte« hatten im Früh- und Hochmittelalter in der Gregorianik und im orthodoxen Kultgesang große Bedeutung. Die Melisma (griechisch: Gesang, Lied) bezeichnet Melodien oder Melodieteile, die nur auf einer Silbe gesungen werden. (Schluss mit dem kleinen Klugscheisserli, aber mich hat das Thema fasziniert). ;-) Mein absolutes Lieblingsstück ist Savean, immer wieder Tränen inbegriffen.

»Duality« erschien 1998 nach der Trennung von Dead Can Dance. Zusammen mit Peter Bourke entstand ein Album, das die Gefühle von tiefer Trauer und Schwermut zum fröhlichen Sich-Entfalten (The Unfolding) schwanken lässt. Orientalisches mischt sich mit Gregorianik, Vogelgezwitscher im Dschungel mit dem Ruf dunkler Trommeln in der Nacht. Sehr Percussion-orientiert und lauter und schwingender, ist dies das vielfältigste – leider mit 0:46 auch das kürzeste – Album der drei.
Wie oft habe ich schon »The Unfolding« oder »Sacrifice« auf Dauerplay gestellt, einfach um im Rausch der Liebe zu treiben oder mich ganz tief in meinem Unglück zu wälzen.

»Immortal Memory« aus dem Jahr 2003 entstand in Zusammenarbeit mit dem irischen Komponisten zeitgenössischer Klassik Patrick Cassidy, den sie bei den Arbeiten zur Musik für »Gladiator« kennen gelernt hatte. Die orchestralen, aber nie wuchtigen und immer sehr langsamen Arrangements geben dieser CD einen festlichen und schwermütigen Charakter.
Das Besondere hier ist, dass viele Texte in Aramäisch (der Sprache Jesu) gesungen werden. Wunderschön ist das Stück »Abwoon«, das Vaterunser auf Aramäisch, gesungen von Cassidy mit glockenheller Stimme. Andere Texte sind gälisch (The Song Of Amergin). »Amergin’s Invocation« ist ein episches Stück Filmmusik, ruhig und getragen, vielleicht ein bisschen zu viel Ennio Morricone darin, aber trotzdem wunderschön. Und der Titelsong »Immortal Memory« ist hell und meditativ.

»The Mirror Pool« ist für mich die dunkelste, aber auch abwechslungsreichste dieser CDs. »Duality« enthält sehr viel ethnische Elemente und ist trommelgeprägt, und »Immortal Memory« klingt hell, klar, ruhig und meditativ – die in sich einheitlichste CD. Jede für sich ist eine Bereicherung der Sessionmusik-Palette.

Es ist viel geschrieben worden über Dead Can Dance und die Trennung des Duos, über Lisas Solo-Projekte und die vielleicht anstehende Wiedervereinigung in Kürze. Den wohl schlimmsten Satz fand ich in einer Amazon-Kritik: »Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann – zumindest hinter mancher Frau. Lisa Gerrard ist vielleicht so eine.« Das schlägt voll in die Kerbe, dass Lisas Soli Dead Can Dance nie erreichen könnten. Was nicht zutrifft.
Nachdem ich nun alle drei CDs immer wieder gehört – nein, mit allen Poren inhaliert habe –, glaube ich, dass der Satz eigentlich so heißen müsste: »Die Trauer um eine vergangene Liebe sucht sich neue Wege, die erfüllte Liebe schafft den Raum zu neuer Inspiration.« Und so sind diese drei wunderbaren CDs vielleicht ein Zeitzeugnis Lisas vergangener und neuer Lieben.
Und ein idealer akustischer Umhang für die Spiele unserer Liebe."

Mehr bei www.lisagerrard.com

Geli

Gute Sessionmusik