Die Schlagzeilen:
SM aus der Szene – für die Szene!
Im November 1988 zusammen mit der offenen SM-Szene gegründet, mit ihr gewachsen und verwachsen, sind die Schlagzeilen das größte deutschsprachige, gedruckte SM-Magazin.Das wichtigste nicht virtuelle Kommunikationsorgan der deutschsprachigen SM-Szene bietet Geschichten und Bilder als Futter für das erotische Kino im Kopf. Es setzt sich eingehend mit dem Thema SM (und allem was damit zusammen hängt) auseinander, gibt Anstöße und informiert über Entwicklungen auch außerhalb des deutschsprachigen Raums. Es veröffentlicht Gruppenadressen und Termine, begleitet die Diskussionen innerhalb der Szene mit Schwerpunktthemen und einen Kontaktmarkt für Sadomasochisten und Sadomasochistinnen.
Auch sonst leistet das Schlagzeilen-Team umfassende und herausragende Arbeit für die Szene. Es unterhält das Hamburger SM-Infotelefon, betreibt den Schlagzeilen-Online-Shop mit allem, was den gemeinen SMer (un)glücklich macht und verlegt themenbezogene Sachbücher, Kurzgeschichten-Bände und Romane.
Von der Selbsthilfegruppe zum SM-Verlag
Mitte der 80er Jahre gründete sich in Hamburg das SM-Sündikat, die erste offene SM-Gruppe Deutschlands. Einige Mitglieder dieser Gesprächsgruppe bastelten sich 1988 selbst die SM-Zeitung, die sie gerne gelesen hätten, die es aber nirgends zu kaufen gab: Die Schlagzeilen. Die erste Ausgabe hatte eine Auflage von etwa 180 Exemplaren und war ein in Feierabendarbeit hergestelltes Sammelsurium aus selbst gemachten und „geborgten“ Texten und Bildern, das sich um Fragen des Copyrights nicht allzu sehr kümmerte. Das Layout erinnerte an eine Schülerzeitung. Eben eine handgemachte Selbsthilfezeitung!
Und im Kern sind wir das auch heute noch: Eine SM-Selbsthilfezeitung. Nur ist die SM-Szene gewachsen. Sie durch uns − und wir mit ihr. Auch wenn viel von dem was früher nur bei uns zu lesen war, inzwischen im Internet zu finden ist, beträgt die Schlagzeilen-Auflage heute immer noch etwa 5.000 Stück. Und mit den Jahren ist auch unsere Professionalität (im besten Sinne) gewachsen. Aus der Feierabendarbeit ist unser Hauptberuf geworden, von dem wir leben, und aus den Schlagzeilen eine ernstzunehmende Zeitung, die neben Selbsthilfeorgan auch Literaturzeitschrift und Fotomagazin mit professionellem Layout ist.
Die Schlagzeilen heute
Heute sind die Schlagzeilen immer noch die führende SM-Zeitschrift Deutschlands. Die reale Reichweite geht sogar weit über diese Zahl hinaus, da jedes Exemplar von mehreren Personen gelesen wird.
Die Schlagzeilen bieten ihren Leserinnen und Lesern erotische Geschichten und Fotos, Informationen und Reflektionen über Sadomasochismus und die SM-Szene, sowie einen sehr guten Serviceteil und die Möglichkeit zum regen Austausch untereinander.
Mehr als nur eine Zeitung
Natürlich ist die Zeitung immer noch der Kern des Schlagzeilen-Projekts. Aber wir sind mehr als nur unsere Zeitung. Wir sind auch: Buchverlag, Shop, politisch-soziales Projekt.
Als Buchverlag verlegen wir sowohl praktische Ratgeber, als auch erotische Literatur. Darunter Standardwerke wie „Das SM-Handbuch“ und „Das Bondage-Handbuch“, die in kaum einem Szene-Bücherschrank fehlen, sowie Klassiker wie „Die Geschichte der O“.
Als Shop verkaufen wir SM-Spielzeug und Bücher (auch anderer Verlage). Und unterscheiden uns dabei von anderen dadurch, dass wir nur verkaufen, wohinter wir voll und ganz stehen können. Wir haben alle Produkte selbst getestet — und bürgen mit unserem guten Namen für ihre Qualität.
Als politisches und soziales Projekt sind wir ein nicht wegzudenkender Teil der offenen SM-Szene. Wir betreiben ein Info- und Beratungstelefon, machen Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, arbeiten im BVSM (Bundesvereinigung Sadomasochismus) und anderen SM-Organisationen mit und veranstalten Partys, Kulturveranstaltungen und Seminare.
Und wir alle sind Sadomasochisten: Aus der Szene — für die Szene!
Geli, Jan und Matthias



