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Böse Spiele

Wie sollte es auch anders sein: SM-Beziehungen funktionieren genauso oder genauso nicht, wie alle menschlichen Beziehungen, auch wenn die Bezüge anders sein können.
Ob eine Beziehung funktioniert oder nicht, ist für den Betrachter recht schnell offensichtlich, auch wenn die Beteiligten, da ihnen der Blick von außen nicht möglich ist, manchmal genau diese Offensichtlichkeit nicht wahrnehmen können.
Wenn beide in ihrer Zweisamkeit so wirken, als würden sie von innen heraus leuchten, wenn nach einem Spiel beide mit beschwingtem Schritt zur Bar gehen, wenn gemeinsames Gespräch miteinander statt gegeneinander funktioniert, dann ist zumindest die Basis in Ordnung. Ob man das schon Liebe nennen kann oder nicht, sei mal so dahingestellt.
Liebe ist ja eine äußerst schwierige Sache, die sich einerseits schwer greifen lässt, aber andererseits von manchem so erlebt wird, wie ein Überfallkommando gegen das man sich nicht wehren kann.
Doch wenn ich mich so umschaue, dann ist das Knirschen im Gebälk häufig lauter, als alle Liebessäuselei und der Beziehungsstress ist eher der Normalzustand als das befriedigende Miteinander. Immerhin kapieren die meisten Leute, dass es sinnvoll ist, gemeinsam daran zu arbeiten, dass das Knirschen nicht alles übertönt und der Stress nicht das grundsätzliche Gefühl des Miteinander-Einverstanden-Seins vergessen lässt.
Erst in dem Augenblick in dem es einen gibt der liebt oder zu lieben glaubt, der begehrt ohne selbst begehrt zu werden, wird es problematisch.
Besonders schwierig scheint da manchmal unsere Vorliebe für das SM-Spiel an sich zu sein, welches dazu verlockt, auch mal mit jemandem zu spielen, mit dem man ansonsten weder Tisch noch Bett teilen möchte. Und dann passiert das, was immer gerne geschieht: Einer von den beiden stellt fest, dass aus dem SM-Spiel für ihn mehr geworden ist und plötzlich große Gefühle hineinspielen, der Wunsch nach mehr sich nicht verleugnen lässt und die Sehnsucht nach eben diesem gemeinsamen Tisch und Bett übermächtig wird.
Damit ist plötzlich die Spielbeziehung auf eine ganz andere Grundlage gestellt, die Geschäftsbedingungen haben sich geändert und meist ist es der, der eben nicht begehrt, liebt oder mehr will, dem es zu viel wird und der sich verabschiedet aus dem Spiel.
Dass das nicht nur für den, der verlassen wird sondern auch für den der geht schmerzhaft ist, wird häufig vergessen, zumindest von demjenigen, der sich jetzt verlassen, betrogen (um eine gemeinsame Zukunft) und alleine fühlt.
In so einer Situation kann man natürlich ganz ritterlich in die Rolle des leidenden aber nicht bedrängenden Liebenden schlüpfen. Doch in recht vielen Fällen will derjenige, der das Opfer seiner eigenen großen Gefühle geworden ist, die Situation nicht hinnehmen.
Und da wird es dann schon mal richtig derbe: Da werden Spielregelen und Einvernehmlichkeit missachtet, die Integrität der anderen Person in Frage gestellt, da wird mit scharfem Geschütz um sich geballert, bis es für Rufschädigung und Nötigung reicht. Da kommt es zu nächtlichen Anrufen und Bombardements über SMS und Mail-Accounts, bis sich derjenige, dem die großen Gefühle zu viel waren plötzlich in einer Situation befindet, die kaum noch auszuhalten ist. Da müssen Telefonnummern geändert werden, Profile auf „Ignore“ gesetzt werden.
Ich möchte hier jetzt nicht weiter ins Detail gehen, aber fast jede und jeder kennt diese verschmähten Liebhaber, die einem den letzten Nerv geraubt haben oder das immer noch tun. Das Ärgerliche (und sicherlich auch Bedrohliche) daran ist, dass das alles nichts mit SM zu tun hat, sondern sich auch so in den ganz unperversen Zusammenhängen der Vanille liebenden Mitbürger passiert. Doch mit dem Hintergrund der größeren Intimität eines SM-Spiels wirkt es oft noch ein Stück bedrohlicher.
Wenn es nach mir ginge, hätten Menschen, die sich so außerhalb der allgemeinen Spielregeln stellen nichts mehr innerhalb von SM-Szene und Community zu suchen.
In diesem Sinne,
Matthias

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