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Es war eine schöne Zeit!

Letzte Woche ist eine Ära zu Ende gegangen mit der letzten Respekt-Party.

Im Januar 1991 starteten wir Deutschlands erste SM-Party-Reihe, die Les Fleurs du Mal, in dem Punkrock-Club Molotow, der damals direkt an der Reeperbahn lag. Wir hatten das Glück, dass die Freundin des damaligen Geschäftsführers lange genug Überzeugungsarbeit geleistet hatte und das Molotow zu ersten Mal seine Kellertüren für SM-Leute öffnete. Mit dieser Party-Reihe etablierten wir erstmalig eine SM-Party, auf der alle willkommen waren, ob nun hetero, schwul, lesbisch, trans oder was auch immer, alle, die sich als SMer verstanden, waren herzlich willkommen. Wir selbst waren erschlagen von den vielen Leuten, die sich im Laufe des Abends in dem nicht sonderlich großen Club drängten. An die 300 Gäste konnten wir willkommen heißen. Und alle zwei Monate, immer am ersten Freitag des ungeraden Monats hieß es wieder: Herzlich willkommen in den dunklen Hallen der schwarzen Lust.

Auch wenn es recht schmuddelig war, die verqualmte Luft zu schneiden war und die Klos eine oft überschwemmte Zumutung darstellten, nicht nur die Hamburger SM-Szene fühlte sich hier zu Hause.
Sieben oder acht Jahre nach der ersten Party setzte uns die neue Geschäftsführerin wegen angeblicher Umbau-Arbeiten – die nie stattfanden – vor die Tür.

Kurzzeitig schlüpften wir in deutlich kleinerem Rahmen in einen Club um die Ecke, in die Straße in der zu der Zeit auch schon die Schlagzeilen mit ihrem Verlagsbüro residierten.

Bei einem gemütlichen Zusammensein mit Freunden, an dem der Besitzer der Prinzenbar und Andrea Grimme teilnahmen, wurde die Idee geboren, eine neue Party-Reihe in dem barocken Ambiente des ehemaligen Foyers von Deutschlands erstem Kino stattfinden zu lassen. Und so startete die Respekt (eigentlich korrekt „Achtung! Respekt!“ betitelt) in der Prinzenbar, auch wieder in dem schon bekannten zeitlichen Slot (erster Freitag im ungeraden Monat).

Über die Jahre sprossen immer mehr Party-Reihen aus dem deutschen Boden. Und als vor über 10 Jahren dann das Catonium in Hamburg eröffnete, merkten wir schnell, dass die Leute die Respekt-Party einfach nur als ein weiteres der vielen Party-Angebote in Hamburg wahrnahmen. Auch wenn andere ähnliche Party-Reihen eingestellt worden waren, so wollten wir unser Angebot der traditionellen SM-Party für alle SM-Leute dennoch nicht einstellen.

Über die Jahre mussten wir leider einen deutlichen Besucherschwund erleben, was dann langsam an unserem Spaß fraß. Eine Pause musste her. Doch diese währte nur etwa ein Jahr, denn wir erhielten viele Beschwerden, weil die Szene hinter der Party her trauerte. Deshalb machten wir einen Kompromiss und änderten den Rhythmus auf zwei Mal im Jahr, erster Freitag im Mai und im September. Aber auch das änderte auf Dauer nichts an schwindenden Besucherzahlen. Vielleicht waren wir einfach zu old school für die aktuellen Entwicklungen innerhalb der SM-Szene.

Nachdem wir mehrere Partys hatten, bei denen unklar war, ob wir die Kosten einspielen würden, haben wir uns entschlossen, am 1. September 2017 Abschied zu nehmen. Es war ein rauschendes Fest, auf dem gespielt, getanzt, gefeiert wurde. Und natürlich jede Menge Erinnerungen wach wurden, an die Zeit früher.

Danke an alle, die uns mal regelmäßig, mal sporadisch die Treue gehalten haben. Und natürlich danke an all die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die die Party auf- und abgebaut haben, die während der Respekt nach dem Rechten gesehen haben. Ich nenne keine Namen, denn dann würde die Liste zu lang.

Übrigens, für alle die der Prinzenbar als Location nachweinen. Seid getröstet, am 7. September 2018 feiern die Schlagzeilen hier ihr 30-jähriges Bestehen.

Matthias

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