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2017-08-21

Website der SMJG e.V. besitzt keine Indizierungsrelevanz

Mit Entscheidung vom 23.6.2017 stellte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) fest, dass für das Webangebot der SMJG e.V. keine Indizierungsrelevanz vorliegt. Die SMJG e.V. veröffentliche hierzu am 20. August 2017 folgende Stellungnahme:

Anfang 2017 stellte ein städtisches Jugendamt bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) einen Antrag, das Onlineangebot des SMJG e.V. in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufzunehmen ("Indizierung"). Begründet wurde dieser Antrag u.a. mit einem falschen Sachverhalt bezüglich eines unserer Angebote. Weiterhin argumentierte das Jugendamt, dass der SMJG e.V. durch sein Angebot zum Schutz von Jugendlichen bei Treffen mit fremden Personen ("Coverservice") Jugendlichen ein "vermeintliches Sicherheitsgefühl" vermittle. Dem SMJG e.V. ging hierzu im Mai 2017 eine Benachrichtigung der Bundesprüfstelle zu.

Die BPjM folgte in ihrer Entscheidung Nr. 6180 vom 23.06.2017 zu Gunsten des SMJG e.V. jedoch dem Gutachten der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) sowie den Ausführungen des Vorstands des SMJG e.V. und erkannte klar an, "dass der Inhalt des Angebots in keiner Weise eine Indizierungsrelevanz aufweist". Somit wurde unser Onlineangebot nicht in die Liste der jugendgefährdenden Medien aufgenommen.

Zur Begründung war laut Bundesprüfstelle auch relevant, "inwiefern die vorliegende Informationsplattform Jugendliche bei der Entwicklung ihrer sexuellen Identität sogar positiv unterstützt, da sie eine geschützte, niederschwellige und anonyme Möglichkeit bietet, sich mit Gleichgesinnten in Beziehung zu setzen, um so Scham- und Isolationsgefühlen vorzubeugen, die wiederum mit negativen Folgen für die eigene Entwicklung verbunden sein könnten. Die Sachlichkeit und Professionalität des Angebots, die dem Selbstverständnis der Verantwortlichen entsprechen, bestätigen diesen Eindruck." Die BPjM teilt hiermit unsere Ansicht, dass die Arbeit des SMJG e.V. die positive Entwicklung von Jugendlichen mit devianten sexuellen Neigungen fördert. Weiterhin freut es uns sehr, dass die BPjM die Notwendigkeit erkennt, "dass Minderjährigen auf der Suche nach ihrer eigenen sexuellen Identität auch jugendaffin und altersgerecht gestaltete Informationsangebote – auch zum Thema BDSM – zur Verfügung stehen."

Der SMJG e.V. verfolgt bei seiner Arbeit stets höchste Ansprüche, auch im Bezug auf das Thema Jugendschutz. Zahlreiche ehrenamtliche Mitglieder des Vereins arbeiten täglich an der Prüfung unserer Inhalte, um einen sicheren und altersgerechten Austausch zu gewährleisten. Hinweise zum Thema Jugendschutz nimmt unsere Jugendschutzbeauftragte jederzeit unter jugendschutz AT smjg.org entgegen.

Wir danken allen Beteiligten für die sachliche und vorurteilsfreie Prüfung unseres Angebotes. Zwar mussten wir in diesen Prozess viel Zeit und Nerven investieren, aber im Hinblick auf das Ergebnis waren diese Anstrengungen nicht vergebens. Die Entscheidung bestätigt nicht nur die bisherige Arbeit des SMJG e.V. sondern ist vielmehr auch ein weiterer Schritt für mehr Akzeptanz von Jugendlichen mit sexuellen Devianzen.

Mit freundlichen Grüßen,
der Vorstand des SMJG e.V.

2017-08-21
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