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2003-03-24

US-Bondage-Model erhält $35.544,-- Schmerzensgeld

[SWL] Die Bondagefilm-Produzentin Paige White ist von einem Schiedsgericht in den USA wegen Fahrlässigkeit zur Zahlung von 35.544 Dollar an das Bondage-Model Jennifer Jo Smith (bekannt als Jewel Marceau) angewiesen worden. Wie die Juristen-Site "The Recorder" am 10. März 2003 berichtete, hatte sich Smith während einer Video-Session in San Francisco für die Firma Slave Labor Productions am linken Arm, Handgelenk und an der linken Hand verletzt.

Der Schiedsmann Raymond Williamson Jr. sagte, Smith sei verletzt worden, als bei einem Hängebondage ohne ausreichende Abstützung die Seile unregelmäßig gelockert worden seien. Smith habe wegen eines Knebels ihre Lage nicht mitteilen können. White muss zudem Gerichtskosten von 8.700 Dollar zahlen.

Smith hatte für die Session Kontakt mit White aufgenommen. Die Verletzungen habe sich Smith in einer Stellung zu gezogen, die sie zum ersten Mal ausprobiert habe.

Williamson wies dem Bericht zufolge in seiner Entscheidung mehrfach darauf hin, dass er die Videoaufnahmen der Sitzung selbst gesehen habe. White habe Smith aufgefordert, immer weiter zu gehen; Smith habe zugestimmt und immer wieder nach mehr verlangt. Offensichtlich sei die ′Arbeit′ für beide Parteien vergnügsam gewesen und beide hätten für sich und den anderen das Größtmögliche herausholen wollen.

Ein Anwalt von Smith sagte, es hätte angesichts der eigentlich leichten Verletzungen zu einer außergerichtlichen Einigung mit geringen Summen kommen müssen. White habe jedoch aus Angst vor einer Beschädigung ihres Rufs innerhalb der "Bondage-Welt" jede Einigung abgelehnt. Er habe daher auf der Grundlage von Smiths Vertrag die Anrufung eines Schiedsgerichts erzwungen. Whites Anwalt sagte, es sei unklar, ob seine Partei Berufung einlegen werde.

Smiths Anwalt sagte, das Thema sei gar nicht so erotisch, wie man vielleicht denken könnte. Nach zehn Minuten seien die Aufnahmen "ziemlich langweilig" geworden.

Hintergrund zu Paige White findet man hier .

[Nach einem Hinweis im Media Update der National Coalition for Sexual Freedom
(NCSF) vom 20. März 2003].


2003-03-24
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