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Beautiful Agony

Beautiful Agony
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Beautiful Agony
Es können Umstände eintreten, unter denen uns alles das nicht mehr nützt. Und glücklich kann sich schätzen, wer dann einen starken und verlässlichen Partner an seiner Seite hat. Damit beginnt eine Serie, die geplant sechs Folgen haben wird und zurzeit nach der dritten endet. Wer mitliest, wird mitfiebern.

Autor/Interpret: Akira Arenth

Paperback, 250 Seiten

Eine apokalyptische Romanze

Eine männliche Braut schaut uns auf dem Umschlag entgegen, eine rote Mohnblüte im Mund. Die beschattete Seite des Gesichtes hat etwas Gespenstisches.
Der Held dieser Geschichte ist Arian, ein schwuler Masochist. Arian ist auf der bislang vergeblichen Suche nach einem dominanten und sadistischen Master, und durch Cybercam-Auftritte in einem Bezahlportal verdient er sich ein Zubrot, doch leidet er beträchtlich an der Lieblosigkeit des sexuellen Marketplace, ob nun Cyber oder real. Erschwert wird ihm die Suche noch durch die große Streuung der Interessen. Und das scheint es in der schwulen Szene ebenso zu geben wie in der heterosexuellen: Von völlig soft mit ein bisschen Patschpatsch bis hinauf zu harten Praktiken gibt es alle Abstufungen, dazu Begriffsverwirrung. Arenth verschafft uns einen Einblick, der in jedem Satz die reale Erfahrung in der Berliner SM-Szene verrät; die Entwicklung scheint harmlos, hat aber drastische Auswirkungen auf den Einzelnen. In ca. 180 Wörtern konzentriert der Ich-Erzähler die komplette Misere einer sexuellen Modebewegung, die den Begriff BDSM an sich gerissen hat. Dekorierter Vanilla-Sex ist es, was diesen jungen schmerzgeilen, aber herrenlosen Bottom zu einer verzweifelten Abrechnung treibt: "Manchmal begriffen die Softies überhaupt nicht, warum sie mir denn wehtun sollten, was allumfassend bedeutet, dass sie den Sinn von BDSM nicht verstanden". Er möchte einem solchen Top das Schlaginstrument aus der Hand reißen und ihn damit durchhauen: "Ist das zu fest? Ist das zu fest? Ich gebe dir gleich fest, du... Weichwurst!"
Ganz nebenbei bringt er auch noch Sicherheitshinweise zu Hängebondage unter. Ohne erhobenen Zeigefinger ist der Beinahe-Unfall, der auf einer wahren Begebenheit beruht, gut in die Handlung integriert; Arian zieht daraus den Schluss, nicht mehr allein zu experimentieren. Es ist so wohltuend, wenn jemand aus praktischer Kenntnis heraus schreibt, das ist heute alles andere als selbstverständlich, wo dieses Modethema Tummelplatz der Theoretiker geworden ist.
Satztechnisch ist noch Raum für Entwicklung, die der Autor aber anstrebt. Kongeniale Covergestaltung liegt stets in den Händen seiner begabten Schwester.

Man wird nichts Klischeehaftes finden, wenn man Arenth liest. Nicht einmal die anfangs gestifteten Erwartungen werden durchgehalten, und das ist Programm. Zuerst führt uns der Autor mit seiner humoristischen Schreibe aufs Glatteis, schreibt drastisch, unverblümt und durchaus auch mit Kraftausdrücken. Und ebenso unvermutet, kann er große moralische Tiefe präsentieren.
Wie der Autor es will, findet Arian nach einem frustrierenden Clubabend Zugang zu einer handverlesenen Party, auf der er eine schicksalhafte Begegnung hat. Seine erotischen Bedürfnisse kommen also doch nicht zu kurz, und auch der Leser wird nicht enttäuscht. Weite Strecken des Buches sind Spielparty, und das ist wunderschön. Sinnlich und anschaulich, herrlich versaut, dabei aber liebevoll und wertschätzend zu schreiben ist eine Stärke von Akira Arenth. Und wenn die Leser (und viele Leserinnen!) dachten, jetzt werde ein "glücklich bis an ihr Ende" folgen, so greift höhere Gewalt ein, die ich aber nicht spoilern darf. Nur so viel: Es ist eine Besonderheit dieses Autors, einen globalen Blick zu behalten. Er lässt die Leser zwar auch in etlichen Büchern in fantastische Bereiche abtauchen, wo uns der Alltag nicht einholt; aber er genügt sich nicht im Eskapismus. Zu geschärft ist sein Blick für die leidvollen Seiten des Lebens. Unserer gut versorgten und bequemen Existenz mit technischen Raffinessen sollten wir nicht zu sicher sein.

Lilith Dandelion

Beautiful Agony
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